Heilbronner Stimme im Februar 2012:
Heilbronner Stimme vom 26. März 2011
Frischer Blick fürs Gemeindeleben
Von Tanja Ochs
Schwaigern/Massenbachhausen - Die ersten zwölf Monate ihrer Amtszeit hat Juliane Jersak hinter sich, jetzt sei es an der Zeit, tiefer einzusteigen und Zukunftsvisionen zu entwickeln. Seit einem Jahr ist die 29-jährige Pfarrerin in der evangelischen Kirchengemeinde von Massenbach und Massenbachhausen. In dieser Zeit hat sie "wichtige Schritte gemacht": Die Konfirmandenarbeit wurde besser in der Gemeinde vernetzt, der Haushaltsplan des Kirchengemeinderats auch inhaltlich ausgearbeitet, und es gab neue Veranstaltungen wie die "Woche der Liebe".
Baustein
"Wir arbeiten Baustein für Baustein ab", sagt die Pfarrerin zur
Anstellung. Ihre Rolle dabei sei keine One-Woman-Show, vielmehr will sie
unterstützen und beraten. Erstes Aufgabenfeld dabei: Gottesdienste. Mit
den Erfahrungen ihres ersten Jahres will Juliane Jersak neue Wege
gehen. Deshalb wird es am Ostermontag erstmals einen Abendgottesdienst
geben. Nachdem nur wenige Menschen an den Festmontagen in die
morgendlichen Andachten kamen, hat sich die Kirchengemeinde dazu
entschlossen, in diesem Jahr etwas Neues auszuprobieren. Außerdem werden
verschiedene Gruppen ganz direkt eingeladen, an den Gottesdiensten
teilzunehmen. Am Palmsonntag beispielsweise erhält die Pfarrerin
Unterstützung von der Hospizgruppe. "Wir sind auf einem schönen Weg",
sagt Jersak über neue Vernetzungen.
Ein wesentlicher Teil der täglichen Arbeit gehört der Planung und Konzeption. "Die Verwaltungsarbeit habe ich erwartet", sagt die Theologin, die bereits bei der Berufsorientierung im Gymnasium einem Pfarrer über die Schulter geschaut hat. Deshalb hat sie auch die Stapel, die bei ihrem Einzug ins Massenbacher Pfarrhaus auf sie gewartet haben, zügig abgearbeitet.
Aufgrund einer fünfjährigen Vakanz in der Kirchengemeinde war manches liegen geblieben. Vieles sei aber weiter gelaufen: "Ich war total beeindruckt, wie viel Einsatzbereitschaft es in der Gemeinde gibt."
Herausforderung
Mit 2100 Mitgliedern bietet diese immerhin eine der größten Pfarrstellen
im Dekanat. Die Verbindung zweier Orte sei eine besondere
Herausforderung, findet Juliane Jersak. Die wird auch nach zwölf Monaten
nicht kleiner: "Je tiefer man drin ist, umso mehr sieht man", sagt die
Frau, die aufgrund ihres Alters oft Vorurteilen begegnet. Kommentaren
wie "nettes junges Pfarrerle" begegnet sie humorvoll. "Mir ist es
wichtig, in guter Weise zu kommunizieren, dass ich auch etwas
mitbringe", erklärt die Pfarrerin. Zudem könne ein frischer Blick von
Vorteil sein. Innerhalb der Gemeinde pflegt sie den direkten Austausch:
"Wir haben einen guten Umgang miteinander gefunden", sagt sie über ihre
Angestellten.
Juliane Jersak und ihr Mann Samuel haben sich auf das Landleben eingelassen, auch wenn es bedeutet, dass viele persönliche Freunde weit weg sind. Gerade im Sommer genieße sie die Rückzugsmöglichkeit einer ruhigen Umgebung, so die gebürtige Oberschwäbin. Dann bleibe auch mal Zeit fürs Lesen oder Tanzen. Aber eigentlich lebt sie ihren Beruf: "Ich wollte nie arbeiten, um hinterher zu leben." Mit Überzeugung und Idealismus habe sie die Stelle gewählt. Und mit vielen Plänen: "Ich bin gespannt, wie es sich weiterentwickelt."
Am Sonntag, 27. März, wird ab 11 Uhr ein Gospelgottesdienst in der Georgskirche in Massenbach gefeiert. Es singt der Gospelchor Offbeat aus Tübingen.
November 2010
Pfarrerin will Gemeindekultur etablieren
Von Stefanie Pfäffle
Juliane Jersak hat sich schon gut in ihrer Kirchengemeinde eingelebt. Besonders freut es sie, wenn aus Überlegungen Realität wird.Foto: Stefanie Pfäffle Massenbachhausen/Massenbach - Es gibt viel zu tun. Praktisch fünf Jahre stand die evangelische Kirchengemeinde Massenbach und Massenbachhausen ohne festen Pfarrer da. Zwei Besetzungsversuche waren fehlgeschlagen, bis im September eine Vertretung zu 50 Prozent ins Leintal kam. "Das war ganz wichtig, sie hat schon die ersten Wogen geglättet und Gespräche geführt", erzählt Juliane Jersak. Für die 29-Jährige gab es das große Geschenk einer Übergangszeit, denn am den 1. März trat Jersak ihre Stelle als Pfarrerin zur Anstellung an und bleibt damit mindestens drei Jahre. Herausforderung In den knapp acht Monaten haben sich die gebürtige Oberschwäbin und ihr Samuel, ein Berufsmusiker, bereits gut eingelebt. "Es ist schön, dass so schnell so viel kommt, dadurch hat man an vielen Punkten das Gefühl, man sei schon ewig da", erzählt sie mit einem gewinnenden Lächeln. Auf der anderen Seite warten viele Herausforderungen auf sie, was auch mit der langen Vakanz zusammenhängt. "Es ist eine komplexe Stelle, weil man mit zwei bürgerlichen Gemeinden zu tun hat, und die Kirchengemeinde recht groß ist." In vielen Bereichen scheinen sich die Menschen zwar als eine Gemeinde zu verstehen, aber auf der anderen Seite gibt es den Ortspatriotismus. "Wenn es das dort gibt, muss es das auch hier geben." Dabei seien die Massenbachhausener früher zu Fuß nach Massenbach gelaufen, als es dort noch kein Gemeindezentrum gab, an der räumlichen Distanz könne es also nicht liegen. "Da könnte sich im Bewusstsein noch ein bisschen was tun." Umso mehr freut sich Jersak darüber, wie froh die Leute um diese längerfristige Option mit einer Ansprechpartnerin sind. Das sei wie eine Initialzündung, endlich wissen die Menschen wieder, wie sie sich einbringen können. "Zum Beispiel kam nach dem Erntedankgottesdienst die Kindergartenleitung mit der Idee einer Elternvertreterin für Krabbelgottesdienste auf mich zu", erzählt sie. So werden nicht nur die vergangenen Jahre gemeinsam aufgearbeitet, es wird auch fest an der Zukunft gewerkelt. "Der Kirchengemeinderat ist wirklich ein tolles Gremium, in dem was geht." Die Vision von der Gemeinde ist Jersak wichtig − wo steht sie jetzt, wo soll sie hin? Diesbezüglich wurde schon viel am Konzept der Jugendarbeit gefeiert. "Dort findet in vielen Gemeinden der Bruch statt, da kommen sie nicht mehr." Dazu gehört ein Jahresplan für die Konfirmanden mit ständigem Einsatz von Ehrenamtlichen. Gerade erst gab es die Freizeit am Breitenauer See. "Es ist schön, wenn aus Überlegungen schnell Realität wird." Am Reformationstag fand eine Church Night für die ganze Gemeinde statt, Anfang nächsten Jahres wird es eine "Woche der Liebe" für Paare geben. Miteinander glauben und leben, das möchte Jersak stärken, eine Gemeindekultur neu etablieren. Klar müsse man da auch Prioritäten setzen, allein um den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden. Urevangelisch "Aber ich finde, die Leute haben ein Recht auf Qualitätsstandards, etwa im Gottesdienst", sagt sie. Es sei für sie urevangelisch, wenn jeder ernst genommen wird und man als Pfarrer kritikfähig bleibt. Das ist nicht immer leicht, ist in einer Dorfgemeinde doch der Allrounder gefragt. Es gebe aber keinen Punkt, den sie nicht gern mache. Selbst die Verwaltung, auch wenn die eine besondere Herausforderung ist. Es gibt eben viel zu tun.
Zwei schummrige Premieren
Von Stefanie Pfäffle
Zwei schummrige Premieren Mit kleinen Anspielen und Aktionen gestaltete sich die Church Night abwechslungsreich für die Besucher.
Als Pfarrerin Juliane Jersak ihre Konfirmanden nach ihrer ersten Assoziation zum 31. Oktober fragte, kam spontan nur eins: Halloween. "Das hat mich irgendwie wach gerüttelt. Es ist schade, dass der Reformationstag so ins Abseits geraten ist", findet Jersak. Deswegen organisierte sie mit einem Team gemeinsam die erste Church Night in Massenbach. Blut und spitze Zähne gab es am Abend aber auch genug, nämlich bei der ersten gemeinsamen Halloweenparty vom Skiclub und der Band Nautilus in der Mehrzweckhalle. Gnade Die Nonnen am oberen Ende der Treppe grinsen wissend. Mühsam quälen sich die Gläubigen kniend die Stufen hinauf, immer wieder halten sie betend inne. Sie bitten um den Erlass ihrer Sünden. "Wenn du nicht mit dem Herzen dabei bist, ist das alles umsonst", verkündet die Nonne und auf einem Plakat prangt ein dickes "Ätsch!". So war das damals mit dem Ablasshandel: kriechen, beten und angeblich Gnade erhalten. Bis dieser kleine Mönch namens Martin Luther in den Bibelversen entdeckte, dass Gnade kein Geschäft auf Gegenseitigkeit ist, sondern auch so von Gott gewährt wird. "Das bringt geistig auch wirklich gar nichts, wenn man nur betet, um gebetet zu haben", stellt eine Frau fest. Verschiedene Aktionen unter dem Motto "Entdecke dein Leben" unterhalten in der schummrig beleuchteten Kirche und bringen die Menschen gleichzeitig zur Besinnung. Beim deftigen Luther-Vesper zuvor im Gemeindehaus war die Stimmung gut, wenn auch nicht viele kamen. "Es war das erste Mal, da weiß man nicht, was passiert", zeigt Jersak Verständnis. In der Kirche sind es dann schon mehr, vor allem Jugendliche schauen herein. Warum sie nicht in der Halle Halloween feiern? "Hier können wir die Nacht durchmachen", erklären Anke und Maren (beide 13). Außerdem hätten sie noch nie Halloween gefeiert. Tanz Um die gleiche Zeit füllt sich die Mehrzweckhalle immer mehr. Noch legt ein DJ auf, doch bald wird die Band Nautilus aus Massenbachhausen den Saal rocken. "Wir waren vorher an Halloween immer im Einstein in Beilstein, wollten jetzt aber mal was Größeres machen", erzählt Sänger Lars Wagner. Der Skiclub veranstaltet schon seit Jahren eine kleine Party im Foyer, also tat man sich zusammen und füllte die Halle mit Särgen, Skeletten und zahlenden Gästen. Etwa die Hälfte der Besucher ist verkleidet. Alex Heil und Jens Job aus Schwaigern sehen aus, als wären sie gerade erst unter eine Kettensäge gekommen, so viel Blut ist verteilt. "Das sind nur 20 Milliliter, das reicht schon aus", erzählen die Schwaigerner und tanzen weiter. Zwei schummrige Premieren Alex Heil (links) und Jens Job aus Schwaigern zeigen, was man mit ein bisschen Kunstblut so anrichten kann. 02.11.2010
Juli 2010
Das Runde muss in den Korb
Von Gabi Muth
Das Runde muss in den Korb "Unser Leben gehört zu Gott, öffnet eure Herzen und wagt mehr Nähe." Pfarrerin Juliane Jersak Massenbachhausen - Hart prallt der Ball auf den Asphalt, den Spielern rinnt der Schweiß von der Stirn. Der Korb ist hart umkämpft. Insgesamt acht Teams spielen beim Streetballturnier auf dem Gelände der evangelischen Kirchengemeinde um den Sieg. Eingebunden ist der Wettkampf in das Gemeindefest der evangelischen Kirchengemeinde Massenbach-Massenbachhausen. "Eingeladen zum Fest des Glaubens" − so klingt es am Sonntagmorgen durch das Gemeindehaus. Zum Gemeindefest sind so viele Männer, Frauen, Jugendliche und Kinder gekommen, dass die Plätze fast nicht ausreichen. Gleich zu Beginn beweist sich Pfarrerin Juliane Jersak als heimliches Streetball-Talent, denn sie wagt es, den Ball über die Köpfe der Männer und Frauen hinweg zu werfen. Wenngleich man in diesem Zusammenhang auch Gottesdienstbesucher und Bürgermeister Christoph Schulz ausgesprochene Torwart-Fähigkeiten zusprechen muss. Hat er doch seine Aufgabe, das runde Leder mit einem Korb aufzufangen, mit Bravour gemeistert. Ballgefühl "Beim Streetballturnier zählt doch nur eins: Der Ball muss in den Korb − komme, was wolle", bemerkt Juliane Jersak. Da könne man trippeln, ein wunderbares Ballgefühl haben oder da könne die Mannschaft noch so toll zusammenspielen − am Ende zähle das nicht. Denn wenn der Abschluss fehlt: Pech. Egal ob im Fußball, in der Schule, im Leben − was gilt, sei der Erfolg. Dabei zähle doch das gemeinsame Leben. "Wie wir miteinander umgehen, wie wir miteinander sprechen, ob wir Menschen in unser Inneres blicken lassen." Auch Gott wolle den Menschen nahe kommen und nicht auf Distanz gehalten werden. "Unser Leben gehört zu Gott, öffnet eure Herzen und wagt mehr Nähe." Und so geben Markus Herhoffer, Jens Wittmann und Thorsten Ziegler sowie der Spontanchor dem Gottesdienst mit ihrer Musik einen rhythmischen Rahmen. Dann heizen die Aktiven des CVJM den Grill an. Die Schiedsrichter Mark Kendall und Diakon Wolfgang Müller halten bereits die Listen mit den Teilnehmern des Streetballturniers in den Händen. "Wir hoffen auf faire Spiele. Dass es ein wenig Körpereinsatz gibt, ist klar, aber übertreibt es nicht", ruft Müller den wartenden Teams zu. Ausdauer Dann geht es los. Die Girls Group mit Pfarrerin Juliane Jersak, Rebecca Brückmann und Sonja Bay tritt gegen den Ausschuss mit Dieter Erath, Bernd Zörner und Tanja Göhrig an. Fünf Minuten wird der Ball hart umkämpft, jedes Team versucht, das runde Leder in den Korb zu bringen. Am Ende steht"s für den Ausschuss schon mal 2:0. Glücklich über den Sieg, aber sichtlich geschafft, geht CVJM-Chef Dieter Erath vom Platz. "Das strengt schon an, wenn man von null auf hundert spielen muss." Über solche Aussagen kann Thomas Kendall nur schmunzeln. Der Spieler der U20-Nationalmannschaft im Frisbee hat eine Ausdauer wie kein anderer auf dem Platz. Sein sportliches Talent zahlt sich aus, er ist schnell und wendig − kein Wunder, dass sein Team, Jugendtreff Baptisten, mit einem 7:0-Sieg vom Platz geht. Alle acht Teams treten gegeneinander an: Konfirmanden, Mitglieder aus dem Jugendtreff oder aus der Aktion JIM (Jesus in me) − an diesem Tag haben Jung und Alt miteinander ihren Spaß.
März 2010
Dienstherrin mit 28 Jahren
Juliane Jersak ist seit kurzem als Pfarrerin im Amt
Schwaigern/Massenbachhausen
Juliane Jersak in ihrem Arbeitszimmer im Pfarrhaus. Sie fühlt sich in
der Kirchengemeinde sehr freundlich aufgenommen. Foto: Anja Krezer
Das Porträt
Von Anja Krezer
Die ersten paar Gottesdienste hat sie schon abgehalten. „Das war sehr spannend.“ Klar: „Man muss sich noch ein bisschen eingewöhnen.“ Und die „Besucherzahl ist auch noch steigerungsfähig“. Juliane Jersak ist die neue Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde von Massenbach und Massenbachhausen. Es ist die erste Pfarrstelle der 28-Jährigen überhaupt.
Hochachtung Jahrelang war der Posten des Seelsorgers nicht besetzt, dann gab es ein paar Wechsel: Einfach war die Vergangenheit für die Kirchengemeinde bestimmt nicht. „Ich habe größte Hochachtung, was die Ehrenamtlichen hier geleistet haben“, sagt Juliane Jersak. Am Ende haben sie auch wortwörtlich Hand angelegt: Bevor die neue Geistliche mit ihrem Mann Samuel – er ist Musiker – ins Pfarrhaus in Schwaigern-Massenbach einzog, haben eifrige Helfer Laminat verlegt und die Wände gestrichen. „Und sogar die Fenster geputzt.“
Faszination Dass sie mal Pfarrerin werden wollte, das wusste Juliane Jersak, aufgewachsen in einem kleinen Ort namens Schwendi in Oberschwaben, schon als Jugendliche. Von 2002 bis 2007 studierte sie Theologie in Tübingen und im australischen Sydney. „Mich fasziniert am Pfarrberuf die große Bandbreite.“ Besonders glücklich ist sie, dass sie als Pfarrerin ihren Glauben, Leben und Arbeit vereinen kann. „Und dass man etwas weitergeben kann auf viele verschieden Arten.“
Am 14. März wurde die Frau mit den braunen, langen Haaren und den wachen Augen in ihr Amt eingeführt. Seither hat sie mit vielen Menschen gesprochen, lernt die Kirchengemeinde kennen, sortiert Strukturen. Natürlich hat sie Vorstellungen und Ideen. „Jetzt schaue ich: Was finde ich vor? Wie passt es zwischen der Kirchengemeinde und mir?“ Sie weiß sehr wohl, dass sie nicht mit dem Holzhammer kommen und von heute auf morgen alles umkrempeln kann. Will sie auch gar nicht. „Der Kirchengemeinderat und ich gucken uns nacheinander verschiedene Gemeindebereiche an und schauen: Was ist gut, und was kann besser werden?“
Ungewohnt ist das Amt für die Seelsorgerin mit der lebensfrohen Ausstrahlung schon noch. Zwei Kindergärten mit vier Gruppen unterhält die Kirchengemeinde – „plötzlich ist man Dienstherrin“. Und das als 28-Jährige. Hat Juliane Jersak Bedenken, von irgendeiner Seite vereinnahmt zu werden? Sie überlegt kurz, schüttelt den Kopf: „Nein eigentlich nicht.“ Im Gegenteil: „Es gibt viel Neugierde und Wohlwollen.“ Sie hat nicht den Eindruck, dass die Leute denken: „Was will der junge Hüpfer hier?“ Es gebe zudem den Respekt vor dem Amt.
Kompliziert Gut 2000 Mitglieder hat die Kirchengemeinde – aber eben verteilt auf zwei Orte. „Das macht viele Vorgänge komplexer und komplizierter.“ Und das bringt es mit sich, dass Juliane Jersak oft zwei Gottesdienste an einem Sonntag halten muss. Weil sie sich noch einarbeitet, bleibt das, was sie in der Freizeit gerne tut, derzeit auf der Strecke: lesen und tanzen etwa.
28.04.2010 Heilbronner Stimme